23.03.2016

4. Rallye der Saison die 53. ADMV Rallye in Wittenberg

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport, am Samstag, den 05. März 2016 war es endlich wieder so weit : 3, 2, 1…Schotter !! Wittenberg stand auf dem Programm. Wie Allen begeisterten Lesern bekannt ist, war im letzten Jahr die Wittenberg die aller erste Rallye unseres Lebens. Spektakulär, einzigartig und mit einem Pokal als Klassensieger unübertroffen. Wir freuten uns also auf ein Wiedersehen mit der Strecke, den Veranstaltern und natürlich den üblichen Verdächtigen, auch Rallyefamilie genannt. Dieses Mal entschieden wir uns für´s Pendeln und verzichteten auf Wohnwagen oder Pension. Wir kannten ja jetzt schon die Location für Trailer, Dokumentenabnahme und der technischen Abnahme. Somit machten wir uns am Freitag mit G, der blauen Elise und den beiden Pelzen um 15 Uhr auf in Richtung Wittenberg. Alles lief wie geplant & streßfrei.

Am Samstagmorgen trafen wir uns mit der Fankurve 1 und fuhren nach Wittenberg. Wir trafen pünktlich ein, begrüßten die bekannten Rallyeteams und holten unser Roadbook ab. Von den drei WP´s kannten wir zwei aus dem Vorjahr und  eine WP wurde als Traditions-Wertung aus der legendären Pneumant-Rallye wieder belebt……und auf gings! Wie wir uns aus der Extremsituation der ersten Wittenberg noch dunkel erinnern konnten, waren die Strecken und die damit verbundenen Verhältnisse als „knüppelhart und extrem“ eingestuft worden. Tja und wie immer, die Realität toppt mal wieder alles. Unglaublich was so ein Rallyefahrzeug physisch aushalten kann. Als autoaviner Laie stirbt man schon tausend Tode wenn man mal zu schnell durch ein zu spät gesehenes Schlagloch fährt. Selbst beim Aufschrieb hatte man zwischen zeitlich den Drang vorsichtiger zu fahren um das Auto nicht zu schrotten….klar, schon absurd aber so ist die Wittenberg.

 

Unbeschadet und mit neuen Streckenkenntnissen waren wir pünktlich im Fahrerlager zurück und konnten noch das spitzenmäßige Catering von der Fankurve 1 genießen. CoCo zog sich dann noch ein paar Minuten zurück und optimierte den Aufschrieb mit knallbunten Farben und Klebchen. Die Bemerkungen „rollt“, „rutscht“ und „no cut“ waren ausreichend notiert. Im Resümee des Aufschriebs und nach Rücksprache mit anderen Teams wurde unser Eindruck bestätigt, es waren dieses Mal sauschnelle Passagen mit vorhanden. Das Wetter war trocken….also Keep Racing!

Venceremos, Corina + Uwe

Mit der Startnummer 67 waren wir wieder mit einer der Letzten die auf die Strecke gingen. Im Schottercup wird in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Die „Kleinen“ zu erst. Als wir als 67igster auf der Strecke waren, war auch klar warum. Die Strecke war schon im ersten Durchlauf unglaublich tief ausgefahren und es gab Streckenabschnitte da hätte ich nicht mit einem Frontkratzer oder einer Heckschleuder tauschen wollen. Buddelsand so weit das Auge reicht. Ausritte, Ausfälle und festgefahrene Boliden waren an der Tagesordnung. Nur 41 von 71 Teams sahen das Ziel.

Der Ablauf und die Organisation der Rallye war wirklich spitzenmäßig und das Regrouping, sowie die Reifenwechselzone mit Lampenbaummontage klappte generalstabsmäßig. Bernd hatte alles gut vorbereitet und am entsprechenden Platz super positioniert. Leider hatte der Veranstalter andere Vorstellungen von der Rallye und gestaltete bewußt die letzte WP als Nachtrallye. Es war schon ungewohnt 1 Stunde vor dem Start der 6.WP auf dem Acker zu stehen und die Zeit zu verplempern. Aber was soll´s….ist eben Rallye.

Kurz vor 19 Uhr waren wir wohlbehalten und erschöpft im Ziel zurück. Leider hatten wir am Ende der 2.WP einen technischen Defekt. Der Schlauch zum Ladelüftkühler hatte sich gelöst und die Schelle hatte den Dienst quittiert. Leider war dieses Handycap irreparabel und wir hatten jetzt die Option aufzuhören oder mit geminderter Leistung die Rallye zu beenden. Klar, wir entschieden uns fürs letztere und wir wuchteten das Eisenschwein um die Ecken und durch die tiefen Täler der aufgewühlten Wälder. Nicht schön, aber es hat trotzdem Spass gemacht. Das Resultat war dann leider nur ein 5. Platz von 7 in unserer Klasse. Naja, besser als auszufallen.

 

Resümee der Rallye: Saugeil und immer wieder. Nach solchen Veranstaltungen ist mir immer wieder klar, warum die Mehrzahl der Rallyeteams nur Asphalt fahren. Für Mensch und Maschine ist es das härteste was man sich vorstellen kann, aber wer einmal Schotter unter den Rädern hatte und Quer durch den Wald gefahren ist, kann nicht mehr anders. Die Wittenberg steht auf jeden Fall wieder auf unserem Rallyekalender für 2017 ! Jetzt bereitet Steffen gerade den Roadrunner für seinen Einsatz bei der Rallye Erzgebirge vor. Respektvoll auch Erze genannt. Mit aktuell 98 Nennungen eine wichtige Traditionsrallye. Wir sind gespannt. 100% Asphalt durchs Erzgebirge.