Nr. 26   Spirit – Motorsport in Boxberg / Oberlausitz

11.11.2016

16. Rallye der Saison 2016, die 19. Internationale Lausitz - Rallye

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

vom 26.10. bis 30.10.2016 waren wir bei der größten und spektakulärsten Schotterrallye Deutschlands, in Boxberg. Mit den Prädikaten der FIA Europan Rallye Trophy, allen ADMV-Rallyemeisterschaften und dem SchotterCup war die Veranstaltung dementsprechend hochkarätig besetzt. Allein 8 Teams waren mit R5-Boliden, also WRC-Fahrzeuge, am Start. Mit den ausgeschriebenen Gesamt- & Wertungskilometern fuhren wir eigentlich 3 große R70er Rallyes. Das heißt, 460km gesamt Streckenlänge mit 183 WP-Kilometer und 13 Wertungsprüfungen, davon 6 Nachtprüfungen und 7 Tageswertungen über zwei Tage……mit Aufschrieb am Donnerstag und Freitag, also knappe 1.000km für drei Tage im Rallyeboliden…….aber wie immer der Reihe nach!

Im letzten Jahr hatten wir uns, als Rallye-Novizen, die Lausitz Rallye als physische und psychische Machbarkeitsprobe in den Kalender geschrieben. In diesem Jahr wussten wir annähernd auf was wir uns da einlassen werden und freuten uns riesig auf diese Rallye. Dementsprechend bereiteten wir als Team das Vorhaben akribisch vor. Die Checklisten wurden noch etwas länger und der Zeitplan gestrafft. Allein die Nennung bei einer solchen Veranstaltung ist schon ein Akt der zeitlich geplant werden muss. Es müssen Tabellen ausgefüllt,  Nachweise erbracht und Anmeldungen & Planungen mit eingereicht werden. Nach einigen Abenden in der Homebase, ein paar Stunden am Schreibtisch und einem letzten Samstagnachmittag in der Werkstatt von Steffen waren wir bereits am Samstag, den 22.10.16, Ready to Race !! Eigentlich werden in der Schrauber-Rallyetradition die Boliden immer erst den Abend davor fertig !?

Ein erster Teil des Spirit-Team´s (FK1, Corina, die Pelze & ich) startete am Mittwochnachmittag, den 26.10.2016, gen Lausitz. Steffen und Sven kamen dann im Laufe des Donnerstags nach und das 6-köpfige Team war vollzählig.

Am Donnerstag-Morgen wurden die Bordbücher ausgegeben und der wahnwitzige Aufschrieb konnte beginnen. Durch den Verkauf der Tagebaue, von Vattenfall, an ein osteuropäisches Konsortium, fielen ein paar spektakuläre Streckenführungen dem Rotstift zum Opfer. Im letzten Jahr waren das die besten WP´s und machten die Lausitz Rallye zu dem was alle mit Bewunderung & Respekt zum Ausdruck brachten. Wir waren gespannt, wie man das wohl kompensierte. Also, auf ging´s. Von 10.30 – 17 Uhr die WP´s Kringelsdorf WP 10/12, Boxberg WP 2/4, Sprey WP 6/8 und Mulkwitz WP 5/7 = straffes Programm. Wie immer toppte die Realität alles was man so erwartete. Mit WP-Längen von 8 – 17km schrieb Corina Seite für Seite im Gebetbuch voll und mein Hals wurde durch die endlosen Ansagen immer trockener. Ein paar Passagen kamen uns bekannt vor, wurden aber im letzten Jahr anders herum gefahren. Um 17 Uhr ging es dann zur Dokumentenabnahme und danach nach Boxberg zur technischen Abnahme bei der Feuerwehr. Alle Abnahmen verliefen zügig und ohne Beanstandungen.  

Am Donnerstagabend war dann die Spirit-Crew vollzählig. Der Chefmechaniker und seine Schmiernippel bockten die blaue Elise auf, bereiteten ihre Werkzeuge für den Einsatz vor und schauten sich noch ein paar Details am Boliden an. Nach der Vorbereitung und Durchsicht des Rallyeboliden wurde der Abend mit einem leckeren Wildschweingulasch und ein paar Bierchen stressfrei beendet.

Freitagmorgen ging es dann auf zur Runde Zwei, des nicht enden wollenden Aufschriebes. Heute mit der legendären WP 1/3 Arena, Uhyst WP 11/13 und Bärwalder See WP 9. Die WP Bärwalder See war komplett neu und ein 30km langer Rundkurs auf Asphalt. Das hatte im Vorfeld zur Lausitz für rege Diskussionen bei den Teilnehmern geführt. Deutschlands größte und härteste Schotterrallye mit 30km Rundkurs auf Asphalt ?? Wir waren gespannt. Als wir zum Aufschrieb ankamen wurde die Strecke bereits für 1 Stunde gesperrt. Baufahrzeuge auf einem Teilabschnitt. OK, also rüber zur WP Uhyst, nicht schön aber nach Bordbuch machbar. Dort angekommen, informierte der WP-Leiter alle Teams über die Sperrung der Strecke für eine Stunde, weil Baufahrzeuge irgendwelche Arbeiten ausführen. Mhh…das kam uns irgendwie bekannt vor. Auf Nachfrage zum Sachverhalt bestätigte uns der WP-Leiter, dass die Sperrung nur diese WP beträfe und nicht die WP Bärwalder See. Mmmmmmh….das brauche ich zum Aufschrieb, eh schon gespannt wie eine Sehne vom Profiflitzebogen und dann noch dieses Hin und Her gegurke. Wir hatten mit dieser sinnlosen Aktion bereits mehr als 1 Stunde Aufschriebzeit verloren. Ok, OK, mal eine Lanze für die vielen freiwilligen Helfer und Verantwortlichen gebrochen…..lieber Mal eine Strecke mehr sperren als irgendein Unfall zu verantworten, dafür haben wir Verständnis, aber ich war genervt. Der Rundkurs stellte sich als asphaltierter Fahrradweg heraus, der genauso schmal wie unsere Reifenspur breit war. Eine spektakuläre Achterbahnfahrt durch den Wald mit Kurven für Radfahrer……genau, hier waren Cut´s & unzählige Ausritte vorprogrammiert. Da die Streckenführung auch noch einen beachtlichen Anteil an Schotter hatte, entschieden wir diese WP mit den Schotterreifen von Maxxis zu fahren und in der Reifenzone nicht umzustecken. Als letzte Aufschrieb-WP kurvten wir dann noch über die Arena. Wie immer legender, tricky und brutal. Eine gnadenlose Schotterfolterstrecke mit Links-Rechts-Kombinationen im zehntelsekunden Takt. Der Co macht Ansagen wie Scatman! Wenn Du hier als Co raus kommst, hat der Fahrer ein Problem. Auf Sichtfahren ist relativ schwer, da die Streckenführungsmöglichkeiten in der Arena schier unendlich sind und nur mit kleinen Schildchen und Pfeilen gekennzeichnet oder mit Absperrbändern abgeflattert werden. Das heißt ohne Ansagen = Blindflug und Schätzen. Die Arena kann auch gemietet werden. Das wird von internationalen Rallyeteams für Testzwecke rege genutzt. Die ERT war bereits seit Montag auf dem Areal zugange!! Gegen 14 Uhr waren wir dann wieder zurück im Basiscamp und bereiteten uns auf den Start gegen 17.40 Uhr vor. Die Servicecrew sah nochmals den Boliden durch und ein paar Fans holten sich Autogrammkarten. Vor dem Rollout und dem Überfahren der Startrampe säuberte die Crew den Boliden und wir machten uns auf zur 1. Sektion mit 4 Nacht-WP´s.

Zur Ankunft bei WP1 Arena Long, 2 Runden + Ausfahrt, war bereits die Sonne untergegangen, die Arenabeleuchtung angeschaltet und das Resttageslicht tauchte die Strecke in ein geheimnisvolles Zwielicht. Also, ran an den Start, runter gezählt und Pedal to the Metal….nach 17 Wertungskilometern von WP1 waren wir im Ziel und der Renntrimm war hergestellt. Ich hatte in vorhergehenden Gesprächen mit anderen Fahrern hin und wieder den Begriff „Flow“ vernommen und konnte diesen nie richtig einordnen. Es war schon klar was damit ausgedrückt wurde, aber ein Begriff für dieses Gefühl ?....mit der Lausitz Rallye und den schön langen Wertungsprüfungen habe ich verstanden was mit „Flow“ gemeint ist. Man kommt rein in die Strecke, in die Rallye und wird eins mit den Elementen….man saugt alles auf und findet seinen Rhythmus, einen besseren Begriff wie „Flow“ gibt es dafür nicht!! So absolvierten wir dann noch WP2, fuhren zum 1. Regrouping und dann zurück in´s Basiscamp zum ersten Service. Die Crew scharrte schon mit den Füßen und bockte den Boliden so schnell auf, noch bevor wir ausgestiegen waren. Sekundengenau (der Hinweis kommt an dieser Stelle nicht umsonst) fuhren wir zum Restart und ab ging es zur 2. Sektion. Als wir an der WP3 Arena Short angekommen waren stockte schon die Zeitnahme und es kam zum ersten Verzug. Kurz vor unserem Start kam es zu einer 25 minütigen Unterbrechung. Team Vollak hatte seinen BMW über einen Sandwall geknallt und wie einen Maikäfer auf den Rücken (Dach) gelegt. Zum Glück ist außer verknittertes Blech und kaputten Scheiben nichts passiert. Leider sind solche Verzögerungen und vor allem Vorkommnisse dem Flow nicht zuträglich. Man muss sich zwingen konzentriert zu bleiben.  Die Arena Short, also nur eine Runde + Ausfahrt, spulten wir sauber ab und absolvierten dann noch die WP4 ohne Verluste. Damit waren die ersten 4 WP´s von 13 gesamt erfolgreich abgehakt.

Nach einer kurzen, aber erstaunlich ruhigen Nacht ging es am Samstag gegen 8.30 Uhr auf zu den 9 weiteren WP´s. Den Anfang machte WP5 Mulkwitz gefolgt von WP6 Sprey. Ein paar Streckenführungen waren bereits aus dem Vorjahr bekannt. Richtig geile Streckenführungen, die abwechselnd durch Wälder mit breiten Wirtschaftswegen, offenen Heidelandschaften und über rekultivierte Tagebauflächen führte. Alles mit der Möglichkeit mal den Arsch heraus hängen zu lassen, oder kultivierter ausgedrückt…zu driften! Highlights waren dabei die Streckenabschnitte mit breiten und festgefahrenen Schotterpassagen und 180km/h V-Max. Genau das macht Rallye fahren zum Rallye fahren!.....und nicht das durch Baumschneisen zirkelnde Emmersdorf Gerutsche! Ich ärgere mich heute noch.

Danach ging es wieder zum Regrouping und anschließend zum Service. Nach der zweiten Abfahrt der WP 7 & 8 wurde dann in Vorbereitung der WP9 Bärwalder See (Rundkurs mit zwei Runden + Ausfahrt 30km) eine Tyre Fitting Zone (Reifenwechselzone) eingerichtet und die Cracks steckten um auf Slicks…..gnnieie, die sollten sich noch wundern. Wir stand in der Zone zwischen Björn seinem Mazda 4x4, sowie Dr. Ulf mit seinem Subaru, die Beide gleichfalls auf Schotterreifen blieben und schauten uns entspannt das hektische Treiben neben, vor und hinter uns an. 12 Minuten für 2 x vier Räder und das nur mit bordeigenen Mitteln, durchgeführt nur vom Fahrer und Beifahrer stellt ein paar Teams vor eine richtige Herausforderung. Am Rundkurs angekommen wurden wir sauber einsortiert und absolvierten eine spitzenmäßige erste Runde. Unser Aufschrieb passte Perfekt und alle kritischen Stellen, Punkte und Kurven hatten wir besonders gekennzeichnet. Die Spuren auf und neben der Strecke erzählten von großen Dramen unserer Vorgänger. Genauso verhielt es sich auch mit der Entscheidung auf Schotterräder zu bleiben. Durch die extrem schmalen Asphaltbänder und den Mickey-Mouse-Kurven wurde alles Erdenkliche gecuttet. Vom 30km Asphaltrundkurs blieben max. 10 km reiner Asphalt übrig. OK, direkt auf der Strandpromenade erreichten wir auf Teilstücken vor und nach den Schikanen Geschwindigkeiten von 160 km/h, da wäre ein Slick schon angebracht gewesen. Diese Teilstücke wogen aber den Rest der Strecke nicht auf. So nahm der Rundkurs seinen Lauf. In Runde zwei liefen wir sehr zügig auf den vor uns fahrenden Calibra Turbo 4x4 auf und zusammen quetschten wir uns am Galant von Dirk Strasse vorbei. In der Passage Fußgängerbrücke, genau so breit wie unser Auto, fuhren wir dann einen aktiven Windschatten (Rundstreckler wissen was gemeint ist!) so dass das Team Calibra uns in der weiteren Streckenführung fair vorbei ließ. Auf der langen Schotterpassage konnte ich am Horizont einen blauen Trabant ausmachen. Dass wir aber dann so schnell an dem dran waren, war schon erschreckend. Wir hatten bisher keinerlei Erfahrung mit dem gravierenden Leistungsunterschied und der Geschwindigkeit. Leider machte die Pappe keinerlei Anstalten uns vorbei zu lassen. Auf dem breiten Schotterstück sah es erst so aus, dann machte er zu und wir liefen voll auf. Ein paar Kurven weiter, fuhr er auf einem schmalen Asphaltsteilstück etwas rechts und wir kloppten links die Elise durch die Straßenbegrenzungshecken vorbei am Trabbi. Drei Kurven weiter liefen wir auf einen polnischen Honda auf. In der Startpassage zirkelten wir uns mit einem sensationellen Manöver in einer rechts 2 Kurve am Honda vorbei und der Weg war frei für die Zieldurchfahrt.

Mit diesem Hassadeurritt hatten wir von 88 Teams den 24 Gesamtrang erkämpft….ich liebe Rundkurse! Wer weiß, wie es gelaufen wäre wenn wir nicht auf vier Teams aufgelaufen wären….?  

Adrenalin gefüllt und glücklich fuhren wir zum 4. Regrouping und zum Service. Hier hatte unsere Servicecrew endlich auch mal was zu tun. Der Halter vom Ladeluftkühler war gebrochen und musste angeschweißt werden. Mittlerweile war es schon Mittag und der Himmel verdunkelt sich immer mehr, hier war auf jeden Fall noch mit Regen zu rechnen. Pünktlich machten wir uns am Nachmittag auf zu den letzten 4 WP´s. Die Beiden letzten davon wieder im Dunkeln….und natürlich, es fing an zu regnen!

Mittlerweile hatte die Rallye wie gewohnt ihre Tribute geholt und die Reihen der noch verbleibenden Teams lichteten sich Zusehens. An der Spitze kämpften der Vorjahressieger Grönholm, Ford Fiesta R5, mit dem Lokalmatador Kahle, Skoda Fabia R5, um den Gesamtsieg und national stritt man um die jeweiligen Klassensiege. In unserer Klasse waren ein Team aus dem skandinavischen Raum und ein polnisches Team einfach unschlagbar.

Wir konzentrierten uns ab WP10 nur noch auf das erfolgreiche Ankommen und hatten eine tolle Rallye.

Somit erreichten wir stolz und ohne Schäden gegen 20 Uhr das Ziel der 19. Internationalen Lausitz Rallye……und das alles mit nur einem Satz Reifen…..unfassbar! Im Basiscamp wurden wir mit Wunderkerzen, Jubel und Sekt von der Spirit-Crew empfangen. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl! Wir hatten dann noch ein paar Minuten zum Sammeln und die blaue Elise wurde zur Durchfahrt am Zielbogen von der Crew noch ein wenig gewaschen. Leider wurde diese tolle Stimmung durch eine unnötige Wartezeit von mehr als 30 Minuten komplett zerstört. Nach Reglement gab es eine Abstempelzeit für die Zieldurchfahrt und für die Einfahrt im Parc Fermés. Das alles wurde außer Kraft gesetzt, da Alfred jedem Team uneingeschränkte Redezeit bei der Zieleinfahrt schenkte. Es gab dabei ein paar Teams, die ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis hatten und denen musste aus Zeitgründen das Mikro wieder weggenommen werden. we love to entertain you ! Als wir an der Reihe waren, nach 30 Minuten Wartezeit, war ich tierisch genervt und hatte keine Lust, diese Veranstaltung weiter in die Länge zu ziehen. Leider hatte ich damit Alfred verärgert, der keinen Gesprächspartner hatte und unser Team lauerte auch auf ein paar spektakuläre Bilder. Shit Happens! Zu diesem Zeitpunkt hat es einfach gereicht……sorry.

Nach dem Abstellen der blauen Elise im Parc Fermés war die Lausitz Rallye für uns erfolgreich abgeschlossen. Ein tolles Erlebnis mit tollen Leuten und Erfahrungen die man mit Geld nicht kaufen kann. So, wie ich es im Bericht des letzten Jahres schon geschrieben hatte, jeder der in der nationalen Rallyeszene in Deutschland unterwegs ist und sich selbst Rallyefahrer nennt, muss in seiner aktiven Zeit die Internationale Lausitz Rallye gefahren haben. So etwas gibt es kein zweites Mal in Deutschland…und wer weiß wie lange noch!!

Gegen 21 Uhr konnten wir uns endlich umziehen, ein paar Bierchen aufknacken und ein paar genüssliche Becher Wein kippen. Traditionell wurde dann der Eintopf, dieses Mal lecker Linsen mit Bratwurst, genossen. Im Anschluss schauten wir dann noch auf dem PC die Oneboards an. Bei dieser Rallye war wirklich alles vorhanden, schlammige Waldwege, lose und ausgefahrener Schotter, unfahrbare Passagen, ultra schnelle Schotterabschnitte, riskante Waldsequenzen, super schnelle Asphaltabschnitte, extrem enge Schikanen und das alles bei Regen, Sonne, Tag und Nacht…….was für eine Rallye! Wir waren dabei.

Nach einer weiteren ruhigen Nacht und einer gewonnen Stunde (Zeitumstellung) Frühstückten wir Sonntagmorgen gemütlich, schlürften ein paar Kaffees und bauten dann unser XXL-Basiscamp ab. Zum Schluss hin kam etwas Hektik auf, da der Himmel beschloss uns mit Regen etwas zu motivieren. Die Rückfahrt verlief im großen Track (5 Autos, 3 Wohnwagen, 1 Trailer) ohne Zwischenfälle und alle sind gesund und „munter“ in ihren Heimathäfen eingelaufen. Zum Glück war Montag in Brandenburg Feiertag. Luther sei Dank!

Unser Dank gilt allen die an dem Erfolg und der Zieldurchfahrt bei der 19.Internationalen Lausitz Rallye beteiligt waren. Ohne diesem grandiosem Team und dem gezeigten Einsatz wäre diese Rallye nicht möglich gewesen.

Mit diesen vier Tagen „Rallye der Extraklasse“ und den dafür notwendigen Strapazen & Entbehrungen für Mensch, Maschine und Tier setzen wir den Schlusspunkt für das Rallyejahr 2016. Schade bei dieser Entscheidung ist der Umstand, dass am 12.11.2016 unsere Heimrallye, die Havelland in Beelitz, veranstaltet wird. Im letzten Jahr war die Havelland ein paar Wochen vor der Lausitz. Wir konnten bei dieser Rallye unsere ersten Nacht-WP´s als Trainingseinheit für die Lausitz absolvieren. Wir möchten aber die Tradition aus dem letzten Jahr fortführen und beenden unser Rallyejahr mit der Lausitz Rallye.

Jetzt konzentrieren wir uns auf die notwendigen Revisionen bei der blauen Elise und besorgen dem Roadrunner einen KFP. Es wird also nicht langweilig und den einen oder anderen Abend wird Licht in der Homebase brennen….auch wenn nur mal ein kühles Blondes genossen wird.

Einen kleinen Nachtrag in eigener Sache:

Richard, also Steffens Lieblings-Schwiegervater, fragte uns am Samstag warum wir nach WP2 am Freitag eine 110 Sekunden Zeitstrafe erhalten haben. Er war erstaunt, dass wir Freitagabend alle so gut drauf waren und niemand von dieser „Sache“ berichtete.  Wir waren genauso erstaunt. Nach eingeholter Info sollen wir zum 1. Regrouping 11 Minuten zu spät abgestempelt haben. Dem war nicht so. Wir informierten im Laufe des Wochenendes die Rallyeleitung über den Sachverhalt. Diese schickte uns per Mail die entsprechenden Bordkarten und die Unterschriftenliste mit den bestätigten In- & Outzeiten. Auf dieser Grundlage konnten wir beweisen, dass die verhängte Zeitstrafe unberechtigt war. Der Rallyeleiter, der Obmann der Zeitnahme und der WP-Leiter bestätigten diesen Fehler. Somit rutschten wir am Freitag um 10 Plätze nach vorne und in der Gesamtwertung um einen Rang nach vorne. Von 88 Teams, inkl. ERT, erreichten wir einen respektablen 38. Gesamtplatz und den 5. Platz in der Klasse. Die ERT-Cracks rausgerechnet also ein sehr guter Platz in der TOP20.

Resümee: Immer die Ergebnislisten checken!

Venceremos, Corina + Uwe