28.06.2016

9. Rallye der Saison 2016, die 45. Osterburg Rallye in Weida

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

als Einführung : Wir sind erfolgreich von der Hitzeschlacht im Thüringer Land zurück !

Im Rahmen des ADMV Rallye Pokal ging es am Freitag gegen Mittag in Richtungen Weida auf die Piste. Eine Gluthitze, beide möglichen Autobahnstrecken (über Dresden oder Leipzig) mit Baustellen bespickt und der Fereinbeginn in mehreren südlichen Bundesländern machten die Anreise unkalkulierbar. Aus den kalkulierten drei Stunden wurden mehr als 4,5 Stunden….aber im Großen und Ganzen lief alles gut.

 

Gegen 15 Uhr erreichten wir die berühmt berüchtigte Hangwiese in Steinsdorf. Hier wurde das Fahrerlager ausgewiesen und die Stellflächen für die WoMo´s, Caravans und Trailer. Erfahrene Osterburgfahrer wiesen uns gleich daraufhin, nicht unterhalb des Hanges zu campieren. „Bei Regen sauft Ihr ab und kommt nicht mehr raus!“

Okay, also wie im Job, Wasser weg vom Camp! Dementsprechend suchten wir uns ein Plätzchen am Rand der Wiese und schlugen unser Basiscamp auf. Mit der Erfahrung der letzten Rallyes kommt auch bei diesem Thema Routine auf und alles lief wie am Schnürchen.

Nach dem Aufbau hatten wir noch genug Zeit etwas auszuspannen und uns gemütlich und ohne Stress auf die Dokumentenabnahme und der technischen Abnahme vorzubereiten. Beide Abnahmen verliefen ohne Beanstandungen und wir waren ruckzuck wieder zurück im Basiscamp. Frühes Erscheinen sichert eben auch die besten Plätze. In der Zeit, in dem andere Teams noch in der Sonne schmorten, ploppten wir genüßlich die ersten Bierchen auf…..Prost!

Zur Teamaufstellung:

FK1 war wieder vollzählig mit Bernd & Jana am Start, Corina übernahm die Pelzbespassung sowie das Copilotencoaching und Steffen übernahm den „heißen Sitz“ im Roadrunner….also seine erste Rallye über Land!

Den Freitagabend beendet wir noch gemütlich bei Wein, Bier und ausreichenden Grillgut.

Samstagfrüh um 6 Uhr ging es zum Aufschrieb/Reese/Training auf die Strecke. Das Wetter sollte sich als nicht berechenbar herausstellen. Von Tal zu Tal wechselte die Farbe am Himmel und lies viel Platz für Spekualtionen und zur möglichen Reifenwahl. Der Wetterbericht ging von einer sehr hohen Regenwahrscheinlichkeit ab Mittag aus. Bei Youtube hatte ich mich zur Strecke bereits etwas vor informiert…….aber wie immer, die Realität toppt alles! Ultraschnelle Strecken mit unglaublichen Kurvenkombinationen auf asphaltierten Betriebswegen und Nebenstraßen. (schmal, schmaler, rechter Spiegel kaputt) Der Aufschrieb verlief ohne Zwischenfälle und nach dem zweitem Abfahren waren wir sehr früh wieder im Basiscamp. Hier erwartete uns schon ein üppiges Frühstück und ein frischer Kaffee. Steffen vertiefte sich in seinen Aufschrieb und besprach dann mit Corina noch ein paar Details zu den Streckenansagen, dem Bordbuch und der Zeitkarte.

Um 11.45 Uhr gings in den Startpark in Steinsdorf. Unser Rollout wurde auf 12.26 Uhr festgelegt und der Showstart auf dem Marktplatz in Weida war mit 12.46 Uhr eingetragen. So konnten wir die Zeit noch mit befreundeter Teams und ein paar Benzingesprächen verbringen. Unteranderem war auch das Team Honke am Start. Der Vorbesitzer des Roadrunners. Er trat mit einem anderen Subaru an und trauerte seinen „Schätzchen“ etwas nach.

Pünktlich zum Rollout aus dem Regrouping fing es an zu Regnen……und wir auf Slicks unterwegs. Mit dem Eintreffen bei WP4 wurden wir vom WP-Leiter bereits erwartet und gebrieft: „ Bei uns hat´s nass, aufsteigender Dunst, Sichtweiten bis unter Null“ OK, alles klar! Auf gings. Zum Glück war der Asphalt so extrem aufgeheizt, dass wir diese Extremvorhersage nicht vorfanden. Ein paar Kurvenkombinationen waren noch mächtig nass und damit sehr rutschig aber aus dem Ergebnis heraus konnten wir in der 2. Sektion voll angasen. Eine wirklich interessante und anspruchsvolle Streckenführung. Der Ruf der Osterburg Rallye ist berechtigt und wird von uns bestätigt.

„die ultraschnellste Berg & Talachterbahn im Thüringer Wald“

Nach dem Showstart machten wir uns auf zur 1.WP. Diese WP war sehr kurz, kurvig und nicht zu unterschätzen. Vorallem die lange Gerade durchs Ziel endete in eine links Drei. Also, voll durchs Ziel und sofort Anker werfen. Erwartungsgemäß war ein Bolide vor uns schon durchs Feld gefahren. So und vergleichbar ging die Rallye weiter. Sehr schnelle Highspeedanteile mit über 170km/h durch den Thüringer Wald, Berg & Talbahn vom Feinsten, extrem anbremssbare Kurvenkombinationen und gewürzt mit losem heraus gefahrenen Schotter. So holte sich die Streckenführung 34 Teams von 92 auf die Ausfall-Strafbank.

Das Regrouping wurde auf einem Aldiparkplatz organisiert und alle hatten etwas Zeit die Hitzeschlacht bei 34° Grad irgendwie zu verkraften. Die Getränke liefen gut bei dieser Rallye. Bis hierhin verlief alles nach Plan, die Zeiten wurden eingehalten und die Organisation war spitzenmäßig. Vorallem, das Wetter hielt bisher die Schleusen dicht!

Gegen 16.15 Uhr rasten wir durch das Ziel der WP6, waren glücklich über unsere Leistung und das alles ganz geblieben war, inkl. Fahrer und Co. Steffen grinste von einem Ohr zum anderen und findet Rallye einfach nur geil!

Mittlerweile habe ich 19 Rallyes gefahren und darf mir ein kleines Urteil erlauben, seinen ersten richtigen Job als Copilot hat er sauber & korrekt hingelegt. Wir haben uns nicht verfahren, wir waren überall pünktlich, wir haben keine Strafzeiten eingefahren und richtig raus war er auch nicht. Kompliment!

WP 1 / 4                                                                                    WP 2 / 5                                                                                     WP 3 / 6

 

Somit waren wir sehr zeitig von der Rallye zurück und wurden mit unserem MB-Shuttle vom Parc Fermes von Bernd abgeholt. Im Basiscamp ploppten wir ersteinmal ein verdientes Bier auf und versuchten unseren Adrenalinspiegel wieder etwas zu senken. Danach gings unter die Dusche, trockene Klamotten an und dann ein Genießerbier. Durch unsere Startnummer 15 hatten wir den Vorteil, dass wir zeitnah zurück waren. Selbst nach dem Duschen und dem 2.Bier kamen immer noch durchgeschwitzte Teams im Fahrerlager an. Das kennen wir sonst nur aus den SchotterCup-Rallyes. Da fahren die Großen immer hinten. Also konnten wir den Jungs & Mädels nachfühlen…….

Zum Abendessen gab es Linsen mit Bratwurst. Super lecker und nach einem solchem Tag absolut notwendig!

Gegen 20.30 Uhr strömten dann die Teams ins Festzelt zur Siegerehrung. Wir hatten mit Platz 2 in der Klasse bei der geringen Teilnehmerzahl keine Pokalchancen und konzentrierten uns auf das nächste kühle Getränke. Eine halbe Stunde später kam Andres Rink bei uns am Zelt vorbei und fragte warum wir unseren Pokal nicht in Empfang genommen hätten……und grinste dabei schelmisch. OK, das kennen wir unter Rallyefahrern schon, komischer Humor! Wir rechneten noch einmal nach und verbuchten den Spruch unter „Verarschen“!

Nach einer weiteren halben Stunde kam Sascha Jahn von S&S Pictures bei uns vorbei und stellte die gleiche süffisante Frage!? Er hatte nun überhaupt keinen Grund uns auf die Rolle zu schieben. Also, rein in den Benz und rüber zum Festzelt. Dort trafen wir auf Alfred Gorny und fragten was los wäre. In zwei anderen Klassen waren die Teilnehmerzahlen so gering, dass unsere CTC28 mit denen zusammengelegt wurde. Damit rutschten wir zwar auf Platz 3 aber durch die höhere Teilnehmerzahl erhielten wir einen Pokal und es verbesserte sich damit auch die Punktevergabe. Der absolute Knaller!

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 8 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und bauten danach entspannt und ohne Hektik das Basiscamp wieder ab. In der Nacht hatte es geregent und es stürmte mächtig. Zum Glück blieb alles ganz und das Vorzelt war zum Abbau auch trocken. Die Rückreise ging bis Höhe Niemegk problemlos über die Bühne. Ab diesem Kilometerpunkt war die Autobahn bis hinter dem Dreieck Potsdam zugestaut. Wir fuhren also runter von der Autobahn und durchstreiften das Spargelland in Richtung Trebbin/Ludwigsfelde um wieder auf die Autobahn zu kommen. Unser Plan ging auf und wir erreichten ohne weitere Zwischenfälle die Homebase in Wernsdorf.

Am kommenden Freitag geht es zur Grabfeldrallye nach Sulzdorf an der Lederhecke in der Nähe von Bayreuth.

Wir haben uns damit gegen die zeitgleich stattfindende Teterower Bergring Rallye entschieden. Diese war im letzten Jahr eine der witzigsten Streckenführungen aber als Rallye nicht wirklich ein Brüller. Die Grabfeld ist ein Unikum an sich. Es starten 220 Teams…..220 !! auf 6 verschiedenen WP´s. Da stellt sich die Frage: Wie soll das gehen? Genau aus diesem Grunde fahren wir dieses Jahr die Grabfeldrallye. Entweder ist diese Ralle der Knaller oder man kann mitreden und fährt niewieder hin!?

Nr. 19 Spirit – Motorsport auf der Osterburg in Thüringen  

Nr. 19 Spirit – Motorsport auf der Osterburg in Thüringen  

 

Venceremos, Corina + Uwe

 

 

 

 

 

 

P.S. nach 4 Rallyes mit Steffen als Copilot hat er 4 Pokale mit nach Hause genommen. Jemand sollte ihm langsam mal sagen, dass das nicht immer so ist !