Nr. 33  Spirit – Motorsport an der Ostsee auf dem  Truppenübungsplatz Putlos

7. Rallye der Saison 2017, die 52. ADAC Holsten Rallye bei Oldenburg ( Gut Görtz )

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

nach 5 Wochen Rallye-Abstinenz ging es am letzten Wochenende (05.08.2017) in Richtung Norden, an die Ostsee.

Wie im Rallyejahreskalender´17 vermerkt, starten wir in diesem Jahr bei mehreren legendären Rallyes im Norden.

Die Holsten Rallye gehört zu einer dieser „die musst Du mal gefahren haben…“ Rallyes. Viel von gehört, viele Videos auf YouTube gesehen und vereinzelt mit Teilnehmern darüber gesprochen = alles TOP……also hin!!

Aber wie immer, der Reihe nach!

Am Freitag, den 04.08.17 ging es bereits gegen 9 Uhr los in Richtung Norden. Uns war schon bewusst, dass wir in der Topferienzeit, in eine stark frequentierte Urlauberhochburg unterwegs waren, um dort dann auch noch Rallye zu fahren. Es war uns vollkommen unklar, wie das in der Praxis funktionieren sollte…..wie sich herausstellen sollte, war diese Skepsis nicht unbegründet. Mit drei Gespannen rollten wir pünktlich vom Hof. Unterwegs trafen wir uns mit Steffen, der seinen neuen Wohnwagen ein- & ausführte, auf einem Privatflugplatz und machten gleich die erste Pause. Die Autobahn war selbst um diese Uhrzeit schon brechend voll und es ging teilweise in Slow Motion voran. Im Laufe der weiteren Fahrt berechnete das Navi das Verkehrsaufkommen und die Baustellen neu und schickte uns über Schwerin, Wismar nach Lübeck…Irrsinn! Vor Hamburg, dem Abzweig nach Oldenburg und Fehmarn wurden mehrere Baustellen aufgemacht und die Urlauber aus Richtung Süden standen sich die Pneus platt. Wir hatten wenigstens noch eine Ausweichroute! Schlauberger wie so ein Navi nun mal ist, machten wir dann noch unsere erste Erfahrung mit einer Mautstraße (Herrentunnel). Für 1,70 € pro Gespann konnten wir unter dem Sund durchfahren und mussten nicht um oder durch Lübeck fahren.

15.08.2017

Nach einer weiteren halben Stunde, Urlauber- & Freitagsfeierabendverkehr, erreichten wir gegen 14 Uhr das Rallyezentrum……….Gut Görtz, in Richtung Fehmarn kurz vor Heringsdorf. (nein nicht Usedom…NSW, also Holstein)

Das Gut ist ein Klassiker der landwirtschaftlichen Geschichte des Landes. Die historische Gutsanlage wurde bereits im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt und hat eine mehr als 750 Jahre alte Geschichte. Es ist eines der wenigen noch komplett erhaltenen Höfe aus dieser Zeit. Zum Gut gehören mehr als 400 Hektar Land, die überwiegend mit Rapsanbau bewirtschaftet wird. Ergänzt wird das wirtschaftliche Konzept mit einem Café, einem Hofladen, einem Ausstellungs- & Eventbereich und dem Erlebnishof für die ganze Familie….oder anders gesagt, hier waren wir richtig! Wir suchten uns auf der ausgewiesenen Fläche für das Fahrerlager eine ruhige und geeignete Ecke, bauten routiniert unser Basecamp und…..…und das ist jetzt neu, rammten wir die Spirit- / Brandenburgfahne in den Ostseesand.

Nach einer kurzen Akklimationsphase sammelten wir alle abnahmerelevanten Utensilien und Dokumente zusammen und machten uns auf den (kurzen) Weg. CoCo und ich zur Doku und Steffen mit Bernd sattelten den Roadrunner und stellten sich bei der TA an. Alles auf dem Hof und gut organisiert. Die Dokumentabnahme verlief entspannt und routiniert. Alles bezahlt, alles ausgefüllt und die übergebenen Unterlagen für die Rallye waren vollständig. Schön war bei dieser Rallye auch der Umstand, dass es die Bordbücher bereits mit der Doku am Freitag gab. Das hatten wir im Norden bereits mehrfach erlebt. Das ist schön, gerade wenn man Novize bei einer Rallye ist, kann man sich mit der örtlichen Gegebenheiten und den Besonderheiten der Veranstaltung besser vertraut machen. Das Abnahme-Highlight sollte aber noch kommen. Die technische Abnahme war in einer großen Fahrzeugscheune des Gutes. Es waren bereits einige Teams mit der Abnahme zu Gange und wir machten uns an des Aufkleben der Startnummern, der Sponsoren und dem Rallyeschild. Lustiges Detail dabei war, das das Rallyeschild ein Kunststoffschild und kein Aufkleber war. Eh wir das bemerkten, haben wir erstmal zu Dritt versucht die blöde Trägerfolie vom „Aufkleber“ abzubekommen. Als dann ein anders Team dazu kam, sahen wir das Rallyeschild…..mit Panzertape auf die Motorhaube geklebt..….naja, es wird nie langweilig! Das war dann aber auch leider der witzige Teil der Abnahme.

Ein Kommissar beschäftigte sich mit den persönlichen Fahrerausrüstungen und der andere nahm die Technik des Fahrzeugs ab. Alles OK ! Dann gab es eine Veranstaltung der technischen Kommissare, die wir (und im Nachhinein geklärt, kein anderes Team) bisher kannten. Dem Umstand geschuldet, dass die Spirit- Rallyeberichte auch von Dritten gelesen werden, kann ich darauf nicht weiter eingehen. Sagen wir mal: „Die, die es wissen müssen, wissen es!“…....wie bereits am Anfang des Berichtes kurz angemerkt: Rallye in einer Urlauberhochburg?? Alle folgenden Teams mussten sich gleichfalls auf diese Aktion einstellen und waren vorgewarnt. Die Protestwelle, zur Aktion der TK´s, war dann von den einheimischen Teams dementsprechend groß und totales Unverständnis machte sich breit. Nichts desto trotz, wir haben das begehrte Pickerl bekommen und die Rallye konnte starten.

Zurück im Basecamp ploppten wir hoch erregt und erhitzt erst einmal ein paar Bier auf und spülten die salzige Ostseeluft & die Aufregung runter. Zur Holsten Rallye traten wir mit drei Brandenburger Teams an und damit in der am stärksten besetzten Klasse CTC 18 (28). Ken Milde (EVO) hatte genannt, als Punktelauf für den DMSB-Rallye Cup und Andreas Rink (SUBARU) hatte vermutlich Sehnsucht nach uns und war wieder Gast im Spirit-Basecamp. Naja, er hatte auf Grundlage der letzten Grabfeldrallye einen weiteren Einsatz mit Steffen auf dem heißen Stuhl bei der Holsten geplant. Mit der Aktion bei der technischen Abnahme hatte Beide noch ein paar „Arbeiten“ an ihren Boliden auszuführen. Ergebnis: stressfreie Abnahmen, alles OK! So schmissen wir den Grill an und bereiteten uns ein paar leckere Köstlichkeiten zu. Der Abend verlief sehr entspannt und alle freuten sich auf die Holsten Rallye.

Am Samstagmorgen klingelte um 5.30 Uhr der Wecker und es war RALLYETIME!!

Zur Rallye noch ein paar Details: Alle WP´s fanden auf einem abgesperrten Militärgelände, auf der anderen Seite der Holsteinerlandzunge, statt. Auf dem Truppenübungsplatz Putlos in Ostholstein an der Hochwachter Bucht. Rallyestrecken am Strand mit Blick auf die Ostsee…was es alles gibt! Der Truppenübungsplatz hat eine Größe von 12,5 km² + über 480 km² Wassergebiet das als Schussbahn diente und wurde von der jungen Panzertruppe der Wehrmacht 1935 geschaffen. Heute dient dieses Übungsgelände als Schießplatz für alle gängigen Waffensysteme der Bundeswehr. Wir als alte NVA´ler kennen diese Systeme natürlich alle in und auswendig ;-) Im Jahr 2011 hat es ein Soldat zustande gebracht, ein bemanntes Schleppflugzeug mit einer Stinger-Rakete zu beschießen. Kurios und total unerwartet (zum Glück) verfehlte der lasergesteuerte Lenkflugkörper das Ziel. Praktisch unmöglich und trotzdem passiert. Für die richtig Geschichtsinteressierten und den Geologen unter Euch noch ein Detail. Auf dem Truppenübungsplatz gibt es die acht Dolmen von Putlos.  Das sind Megalithenanlagen die 3500 und 2800 v. Chr. als Hünengräber angelegt wurden……..naja und da fahren wir mal Rallye !? Also, rein in den Boliden und ab zum Truppenübungsplatz. Der „Schließer“ sollte nach Zeitplan um 6.45 Uhr die Pforten des Geländes aufreißen…..und….es passierte nichts. Komisch, bei uns war Nullsechshundertfünfundvierzig immer 6.45 Uhr. Bei der Bundeswehr war das eine lockere 7.20 !! Damit waren die ersten 35 Minuten für den Recce bereits Geschichte. Die Streckenführungen waren sehr sporadisch ausgepfeilt und der Veranstalter hatte die Markierungen für die Teams erstellt, die immer hier fahren. Wenn Du hier noch nie warst, legst Du Dir die Karten. CoCo biss sich durch das Roadbook und so konnten wir vollständig und vor allem richtig die Streckenführungen aufnehmen. Andere Teams, die wir auf den Strecken trafen, hatten teilweise nicht den Überblick und irrten auf falschen Teilabschnitten auf der Strecke herum. Unsere Kontrollfahrten für den Aufschrieb verhießen eine tolle Rallye. Eine geile Achterbahnführung mit breiten Strecken (zum Ar…raushängen), langen Highspeedabschnitten und verwinkelten Kurvenkombinationen mit extremen Steigungen und Gefällen. Da die Holsten eine R70-Rallye war, ergaben sich WP-Längen von 8, 10 und 16 km, extrem geil für den Flow!...oder einfach gesagt: tolle Strecken. Aufgeteilt wurden die Gesamtwertungskilometer in 56 km Asphalt und 7 km Schotter, gefahren in 4 Sektionen mit 2 Regroupings (auf dem Gelände) und einer Reifenwechsel- / Tankpause. (Gut Görtz) Die Zeit für den Aufschrieb war sehr eng gestrickt und mit dem morgendlichen Zeitverlust lagen wir ziemlich hinten. Als wir im Basecamp zurück waren hatten wir noch schmale 20 Minuten bis zur Bekanntgabe der Startzeiten. Also Boliden ausräumen, Tank auffüllen und Luftdruck der Reifen runter. Dazu kam noch ein aktuelles Bulletin, das eine Fahrerbesprechung vor dem Start festlegte. Also, da auch noch hin. Pünktlich standen wir im Startpark und mit der Startnummer 7 waren wir auch zeitnah am Start. Andreas und Steffen direkt vor uns, Ken hatte die Startnr. 3. Lokalmatadore waren die beiden 911er Porsche, Heimvorteil und Antriebsvorteil bei trockenen Wetter!!

Nach dem Start auf Gut Görtz um 11.07 Uhr fuhren wir die 20km zum Truppenübungsplatz, quer durch das Urlaubergebiet. Pünktlich und hochmotiviert standen wir am Start der WP1 = Rundkurs = Geil! Also, ALS an, Gurte straffen, Kamera an und los ging die Rallye. Kurz vor Beendigung der 1. Runde sah ich am Ende der langen Geraden, ca. 350m, dass der Startleiter die Start-Nr. 8 (BMW M3) auf die Strecke schickte. Von der Cimbern Rallye kannten wir das Team schon. Ein alter Rallyehaudegen mit mächtig viel Asphalterfahrung und einem bärenstarken Boliden. Also, Pedal tot he Metall und ran den bayrischen Hecktriebler. Erstaunlich war, dass wir innerhalb der nächsten vier Bremskurven auf den BMW aufgelaufen waren. Stoßstange an Stoßstange…..geil! (da kommt dann doch noch die Rundstreckenvergangenheit manchmal durch). Auf den Geraden zeigte sich mal wieder unser Leistungsdefizit, das wir aber mit brachialen Bremspunktverlegungen und ABS wieder wettmachten. So fuhren wir an jeder Schikane und Bremskurve auf und hätten mit mehr Leistung vorbei ziehen können. So mussten wir uns immer brav hinten anstellen, die qualmenden Reifen und das ausbrechende Heck des BMW´s abwarten. Es gibt dazu auch ein schönes Onboardvideo. Leider fehlt uns die Erfahrung, ob das eine Behinderung darstellte oder nicht. Auf den Geraden war er das berühmte Quäntchen schneller. Da wir aber einen der berühmten Mickey Mouse Kurse hatten, also viele scharfe und verwinkelte Kurven mit Schikanen auf den Geraden, hätten wir die 1.WP definitiv schneller abschließen können. Im zweiten Durchgang, auf WP3, haben wir das sehr deutlich bewiesen. Dazu aber später. Egal, geiler Rundkurs und machte mächtig viel Spaß. Der Start von WP 2 war nur wenige Meter hinter dem Ziel von WP 1 und so ging es zügig weiter. 8km Start-Zielprüfung mit einem großen Anteil Schotter. Wir kamen aus dem Grinsen überhaupt nicht mehr heraus. Mit Abschluss der WP2 zementierten wir unsere TOP10 Platzierung und waren bei diesem starken und erfahrenen Fahrerfeld sehr erstaunt darüber. Mit diesem Ergebnis ging es zum ersten Regrouping.  Sinn des Regrouping ist es, die verbliebenen Teams zu zählen und wieder neu in der Startreihenfolge einzuordnen. Die Reihen hatten sich schon gut gelichtet. Leider hatte es Ken bereits am Anfang der WP1 technisch entschärft. Ein Schaden am Getriebe zwang ihn zur Aufgabe. Ärgerlich, da er im letzten Jahr bei der Holsten gleichfalls wegen einem technischen Defekt ausgeschieden war. So ist halt Rallye.

Nach dem Regrouping ging es zur WP3, also wieder der Rundkurs. Hier zeigten sich leider die Schwächen der neu eingeführten Histo-Rallyes, die jetzt im Rahmen der Hauptrallye mit ausgetragen werden. Da es sich dabei um eine Gleichmäßigkeitsveranstaltung (GLP) handelt und es nicht wie bei uns um Bestzeitprüfungen geht, dauert natürlich dieser Part, je nach Teilnehmerzahl, länger. In diesem Fall extrem länger. Bei unserer Startaufstellung fuhren noch die letzten Histeriker auf der Strecke. Danach wurden noch zwei liegen geblieben Boliden abgeschleppt und erst dann konnten die Null-Autos auf die Strecke gehen. Alleine das kostete schon viel Zeit. Mit einer Verzögerung von unglaublichen 40 Minuten ging der erste Porsche an den Start. Das ist insoweit ein Problem, dass man selbst komplett aus den Rallyemodus kommt, alle Betriebsflüssigkeiten, der Motor und die Reifen wieder kalt sind. Nicht unbedingt optimal. Aber egal, sobald der Starter runter zählt ist das eh alles vergessen. Wir knallten also auf die Strecke und hatten in diesem Durchgang freie Fahrt. Wir dokumentierten das mit einem sensationellen 7. Platz in der Gesamtwertung…. und das bei diesem Fahrerfeld und einem unterlegenen Auto. Geil!

Leider erwischte es in dieser WP auch Andreas und Steffen. In der zweiten Durchlaufrunde fuhren wir an ihrem abgestellten Boliden vorbei. Man….Rallye ist eine brutale Geliebte! Wie sich im Nachhinein heraus stellte, gleichfalls Getriebeprobleme. Schade. Wir machten uns nach dem Zieleinlauf der WP4 auf, zur Reifenwechsel- / Tankzone auf dem Gut Görtz. Wieder 20 km durch das Urlaubergebiet.

Auf Gut Görtz durchfuhren wir die Reifenwechselzone und Bernd erwartete uns in der Tankzone mit dem Equipment um nachzutanken. Danach ging es kurz in den Parc Fermé und nach ca. 20 Minuten folgte dann das Highlight der Rallye. Die WP´s 5 & 6. Eine Zusammenlegung der vorhergehenden Strecken mit einer Gesamtlänge von 16 km. Einfach nur der Hammer und spektakulär. Genau diese beiden WP´s machen die Holsten Rallye zur Holsten Rallye.

In der Zwischenzeit hatte Bernd die Berge- & Abschlepptechnik aktiviert und sich auf den Weg nach Putlos gemacht. Als wir zur WP5 auf dem Truppenübungsplatz eintrafen, wurden wir schon mit Andreas seinem aufgeladenen Boliden und winkender Crew begrüßt und/oder in diesem Fall : verabschiedet!

Wie erwartet, machten diese beiden WP´s unglaublich viel Spaß. Durch die Länge von knapp 16 km pro Durchgang konnte man sich richtig reinsteigern und der berühmte Flow war vorhanden. Mit den unzähligen Wechseln von Asphalt und Schotter, war die Strecke sehr tricky und verlangte vom Boliden und vom Team alles. Vergleichbar könnte eine Sektion der Deutschlandrallye sein. Auch hier werden mehrere Abschnitte mit der Bezeichnung Panzerplatte gefahren und die Wegstreckenbegrenzungen sind hier gleichfalls große böse Felsen. Es ist schon ein wenig bizarr, zwischen zerschossenen Häusern, Hubschraubern und Panzern zu fahren.

Leider wiederholte sich die ungeplante Wartezeit zwischen der WP5 und WP6 wegen dem Histofeld und so kamen wir glücklich und unfallfrei mit 1,5 Stunden Verspätung (18.45) durch das Ziel. Mit dem Einlauf in den 20km entfernten Par Fermé auf Gut Görtz schlossen wir die Holsten Rallye mit einer sensationellen TOP10 Platzierung ab. Das hätten wir uns im Vorfeld so nicht vorgestellt. In unserer Klasse erreichten wir den 4. Platz von sieben Startern.

Wie gewohnt ploppten wir erst einmal ein paar kühle Bierchen auf und verteilten Wein zum Anstoßen. Nach einer kurzen Auswertung des Erlebten, auf dem Schlachtfeld der Ehre, zogen wir uns um und es wurde der berühmt berüchtigte Spezial-Rallye-Eintopf aufgetischt. Dieses Mal Pichelsteiner mit Mega-Grillwursteinlage. Immer wieder lecker und nach einer Rallye genau das Richtige. Dann kopierte ich noch die Onboards und wir schauten uns in großer Runde die gefahrenen Wertungsprüfungen brühwarm an. Damit endete der Abend entspannt und gemütlich.

Am Sonntagmorgen lachte die Sonne und wir starteten mit frischen Brötchen und einem ausgiebigen Frühstück. Entspannt und etwas erholt machten wir uns dann an den routinierten Abbau des Basiscamp´s. Innerhalb von 30 Minuten war die Wiese wieder clean und alles verpackt, verstaut, ein- & aufgeladen. Gegen 10.30 Uhr machten wir uns auf die lange Rückfahrt. Erwartungsgemäß war der Verkehr wieder brutal und so standen wir das eine und andere Mal auf der Autobahn herum. Im Großen und Ganzen wurden wir aber von längeren Standzeiten verschont und gegen 16 Uhr rollten wir auf den Hof der Homebase. Schnell noch alles ausladen und ab ging es nach Hause.

Resümee:

Die lange und beschwerliche Anfahrt hat sich gelohnt. Eine tolle Rallye mit einzigartigen und spektakulären Strecken aber ohne Zuschauer. Eine Rallye die vom Team und vom Boliden alles abverlangt. Vor allem der Copilot muss sich von der ersten Sekunde bis zum letzten Meter der Zieleinfahrt vollständig konzentrieren. CoCo hat einen super Job gemacht und erneut bewiesen, dass man mit Akribie und ohne Ablenkung eine fehlerfreie Rallye durchziehen kann! Wenn der Veranstalter die extremen Wartezeiten zwischen den WP´s minimieren könnte, ist es eine der besten Veranstaltungen die wir bisher gefahren haben. Im nächsten Jahr wollen wir auf jeden Fall wieder an den Start gehen.

 

Venceremos, Corina + Uwe