21.10.2015

9. Rallye der Saison bei der Havellandrallye als „Rallye 70“ bei miesem Nasswetter

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

am 17. Oktober 2015 waren wir bei der 43. Havellandrallye in Beelitz mit dabei. Es wurde im SchotterCup und im ADMV Rallyepokal gewertet. Am Start waren weiterhin das Team Neumann/Pfarr und als Debütrallye Wolfgang als Copilot mit seinem neuen Golf III GTI und als Fahrer sein Schrauber Markus Paul. Das Ende vorweg genommen, alle drei Teams haben die Zielfahne nicht gesehen…..aber wie immer, der Reihe nach!

 

Am Freitagabend fuhren wir zu 18.00 Uhr in das nur 53km entfernte Beelitz und absolvierten die Dokumentenabgabe und die technische Abnahme ohne erwähnenswerte Komplikationen. Alles lief wie geplant und wir konnten uns gegen 20.15 Uhr wieder entspannt auf der heimischen Couch rekeln. Auch mal nicht schlecht, so eine Heimrallye! Am nächsten Morgen ging es mit Jana & Bernd auf Achse nach Beelitz. Wir fuhren mit unserem G & dem Landy, da wir bei Marc Muschiol noch 8 Stück Maxxis Reifen für die Lausitz bestellt hatten. Die Lieferung klappte perfekt und das Profil sowie die Steifigkeit des Reifens lassen gutes für die längste aller nationalen Rallyes in Deutschland hoffen. Um 07.16 Uhr erfolgte die Bordbuchausgabe für die ersten Startnummern. Wir waren dann um 08.03 Uhr dran. Dienst nach Vorschrift! Mit der Übergabe des Bordbuches wurden 17 Seiten Änderungen mit verteilt. Durch den ununterbrochenen Regen der letzten Woche, mussten Teile der Wertungsprüfungen und teilweise sogar Start- & Zielpunkte gestrichen werden. Also, nach Korrektur des Abfahrtbuches und dem Bordbuches ging es auf die Strecke.

 

Durch den Verzug am Beginn der Rallye entschied der Veranstalter auf das geplante Regrouping (immer unnötige Wartezeiten zum Zusammensammeln der verbliebenen Teams) zu verzichten und mit dem zweitem Teil der Rallye anzuschließen. Nach dem ersten Teil der WP´s konnten wir unsere Zeiten beim zweiten Durchlauf merklich verbessern und waren zum zweitem Regrouping auf Rang 36 von 61. Jetzt erfolgte die Lampenbaummontage und man hatte die Möglichkeit die Reifen zu wechseln. Alles unter Zeitdruck aber sehr gut organisiert. Bernd hatte alles super zusammen gepackt und an der markierten Stelle positioniert. Perfekt!

 

Das schönste an der Havelland war der Heimfaktor. Wir freuten uns riesig über den Besuch von Marco & Antje und von Guido und Angelika. So eine Teamunterstützung ist schon ein tolle Sache.

Unser spezieller Dank geht natürlich an unsere Spirit-Teammitglieder Jana & Bernd.

Venceremos, Corina + Uwe

SPIRIT – Motorsport bei der Schlammschlacht des Rallyejahres

…und auf ging es zu den drei Nacht-WP. Leider für alle drei Teams ohne Happy End! Markus & Wolfgang schieden wegen eines Kühlerdeffektes und Jürgen & Gordon wegen einem defekten Differenzial in der WP6 aus.

Auch uns war eine Zieldurchfahrt nicht vergönnt. In der WP7, mitten im stockdunklen Wald und bewölktem Himmel, versagte ohne Vorankündigung die komplette Elektrik am Auto.  Wir fuhren also mit 90 km/h durch den Wald uns sahen von einer Sekunde zur anderen die Hand vor Augen nicht mehr. Es gibt Situationen im Leben, die muss man nicht öfter haben !! Also raus aus dem Auto und erst einmal absichern. Hinter uns kamen ja die mit dem „Nagel im Kopf“. Das war eine heiße Kiste aber wir Stand glücklicherweise in der Mitte einer langen Waldpassage. Nach dem alle 5 verbliebenen Boliden an uns vorbei gedonnert waren, montierte ich teilweise den Lampenbaum ab und schaute wo der Fehler liegen könnte. Wie vermutet an der Batterie. Der Pluspol war vom Kabel abgerissen. Also schnell und provisorisch wieder angedüddelt und mit verminderter Geschwindigkeit zum Ziel der WP7. Die Zeit war natürlich total versaut. Nach dem Ziel nahm ich mir die Restzeit und reparierte den Schaden wieder Rallyefest mit allem was verfügbar war…das ist eben Rallye! Dann ging es mit richtig Dampf an der Kette in Richtung WP8. Was wir nicht wußten war, dass uns der Streckenposten von WP7 aus dem Spiel genommen hatte. So konnten wir uns bei der WP8 noch das Zusammenklappen der Tische ansehen. Shit Happens! Naja was soll´s, wir konnten 7 von 8 WP´s durchfahren und haben wieder viel gelernt. Es hat trotzdem mächtig Spass gemacht und bei trockenen Verhältnissen wären es auch tolle Strecken gewesen.

Unser spezieller Dank geht natürlich an unsere Spirit-Teammitglieder Jana & Bernd.

Unser spezieller Dank geht natürlich an unsere Spirit-Teammitglieder Jana & Bernd.

Unser spezieller Dank geht natürlich an unsere Spirit-Teammitglieder Jana & Bernd.

Die Streckenverhältnisse waren erwartungsgemäß schwierig aber die Realität ist dann doch immer brutaler. Eigentlich war ein Aufschrieb bei diesen Verhältnissen mit Schlamm, Wasser und aufgeweichtem Untergrund unnötig. Bremspunkte waren nicht aus zu machen und die Wörter „schmiert“ & „rutscht“ konnte man getrost weglassen oder an jede Kurve schreiben. Das Bordbuch war dieses Mal auch mit ein paar schwierigen Details gespickt und mußte von uns mühsam erarbeitet werden. Beruhigend für uns Anfänger sind dann immer solche Erlebnisse wie gestandene Rallyeteams von der falschen Anfahrtsseite oder aus falschen Waldwegen auf die Strecke kommen. Wie bereits in den vorherigen Rallyeberichten des Öfteren angemerkt, Rallye fahren ist eine komplexe Gesamtveranstaltung mit vielen Einzelanforderungen und Details. Im Ergebnis haben wir alle Anfahrtspunkte gefunden und die Nerven behalten. Wir haben bei diesem Thema wieder extrem viel gelernt. Gegen 13.20 Uhr erfolgte dann unser Start zur 1. Wertungsprüfung.

 

Bei der Anfahrt der 1.WP mußten wir bereits 45 Minuten bis zum Start warten. Erwartungsgemäß hat das erste Drittel der Starter ihren Boliden bereits ins Abseits geschossen. Es waren eben extreme Streckenverhältnisse.