08.09.2015

7. Rallye der Saison als Doppelveranstaltung in Wedemark bei Hannover

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

nach einer Woche Wunden lecken und Fehleranalyse folgt der Rallyebericht zur Wedemark Rallye.

Aber von vorne:

In der Vorbereitungsphase und weiteren Optimierung der blauen Elise hatten wir den großen Turbo eingebaut und verplombt. Zur Abstimmung des neuen Aggregates ging es zu Olaf auf den Prüfstand. Nach ca. 2,5 Stunden waren wir mit den Werten und Ergebnissen auf einem guten und viel versprechenden Weg. Bis….naja, bis unschöner Qualm aus der Abgasanlage strömte. Wir brachen sofort ab und analysierten den möglichen Schaden. Theorien gab es reichlich, gewußt haben wir es erst nach dem wir den Motor aus der Elise ausgebaut hatten. Durch eine defekte Einspritzdüse wurde die Zündkerze beschädigt und es spritzte Metall in den Zylinder. Also, ein kapitaler Motorschaden.

7. Rallye der Saison als Doppelveranstaltung in Wedemark bei Hannover

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

nach einer Woche Wunden lecken und Fehleranalyse folgt der Rallyebericht zur Wedemark Rallye.

Aber von vorne:

In der Vorbereitungsphase und weiteren Optimierung der blauen Elise hatten wir den großen Turbo eingebaut und verplombt. Zur Abstimmung des neuen Aggregates ging es zu Olaf auf den Prüfstand. Nach ca. 2,5 Stunden waren wir mit den Werten und Ergebnissen auf einem guten und viel versprechenden Weg. Bis….naja, bis unschöner Qualm aus der Abgasanlage strömte. Wir brachen sofort ab und analysierten den möglichen Schaden. Theorien gab es reichlich, gewußt haben wir es erst nach dem wir den Motor aus der Elise ausgebaut hatten. Durch eine defekte Einspritzdüse wurde die Zündkerze beschädigt und es spritzte Metall in den Zylinder. Also, ein kapitaler Motorschaden.

Damit war Handeln angesagt, schließlich war in 10 Tagen drauf die Wedemark angesetzt. Ich organisierte den letzten in Europa erhältlichen Austauschmotor für einen WRX und Just in Time kam dieser am Freitag an. Somit konnten wir am Samstag den Motor tauschen. Gesagt – getan! Samstag früh trafen wir uns in der Homebase mit Guido und Holger und demontierten den defekten Motor, bauten alle Anbauteile an den Austauschmotor und pflanzten diesen gegen 13.30 Uhr wieder in die blaue Elise. Dann noch die restlichen Anschlüsse herstellen, ein paar Schrauben anziehen und dies & jenes Detail anpassen. Alles lief super und die Mannschaft war zuversichtlich. Dann kam die Zeit der Wahrheit und „das Schlüssel umdrehen“. Klasse, er zog durch, Kompression war vorhanden und alles klang echt super. Nur eine Kleinigkeit passte nicht in den Plan : Die blaue Elise sprang nicht an!

Gegen 20.30 Uhr einigten wir uns alle auf ein defektes Steuergerät und machten Feierabend.

 

Somit war die Wedemark Rallye für uns gelaufen bevor diese angefangen hatte. Aber so schnell geben wir nicht auf! Zum Jahresanfang hatten wir uns mit verschiedenen Rallyeteams ausgetauscht und bei den ersten sechs Rallye viel dazu gelernt. Die meisten der aktiven Rallyeteams haben ein Schotterauto und ein Asphaltauto. Da die Abstimmungen für die jeweilgen Bedingungen jedesmal mit diversen Umbauarbeiten verbunden sind, z.B. Fahrwerk, Bremsen usw. macht die Optimierung von zwei Fahrzeugen Sinn.

Zum Glück beschäftigte ich mich seit März mit diesem Thema und es Standen zum aktuellen Zeitpunkt bereits drei mögliche Kandidaten zur Auswahl. Ein Spitzenauto von einem erfahrenen deutschen Rallyeteam, ein östereichisches Fahrzeug mit mächtig Dampf an der Kette und ein Schnäppchen aus Lettland. Jeder für sich eine Überlegung wert aber aus der Ferne schwer zu bewerten. (Zustand, Umbau, Reparaturrückstand, Revisionen usw.)

Ich entschied mich also für das Spitzenfahrzeug und trat mit dem Teamchef in Verbindung. Gleich im ersten Telefonat war die Entscheidung für dieses Fahrzeug gefallen. Sehr gute Einstellung, gutes und standfestes Konzept und sehr viel Erfahrung im Rallyesport machte diesen Boliden zum auserwählten Kandidaten. Ein Subaru WRX STI, geile Karre!!

Am Donnerstagmorgen sattelten wir also die Pferde, Hunde rein, Trailer ran und ab gings in den golden Westen, nach Bayreuth. Alles verlief nach Plan, die Probefahrt war spitzenmäßig und die dazu gehörigen Ersatzleile wie z.B. Bremsscheiben, Bremssteine, ein komplettes Fahrwerk, Getriebegehäuse, Antriebswellen, achtfache Bereifung + 4 Felgen usw. übertrafen jegliche Vorstellung.

 

 

Am Donnersatgabend gegen 19.30 Uhr waren wir zurück und trafen uns dann noch bei Steffen in der Werkstatt. Da wir am nächsten Tag zur Wedemark Rallye fahren wollten, mußte noch die Aspahltbremse gegen eine kleinere Schotterbremse ausgetauscht werden. Gegen 22.00 Uhr waren wir dann fertig und fuhren noch rüber zur Homebase. Dort kratzten wir nich bis 0.30 Uhr die Aufkleber vom Auto und beklebten den „Neuen“ mit den noch vorhandenen Resten von der blauen Elise. Nicht schön – aber es ging! Danke an den super Einsatz von Steffen und Jarno.

 

Am Freitagmorgen ging es dann um 7.45 Uhr zur Zulassungsstelle und ich meldete den Roadrunner um. Alles lief bisher nach Plan. Selbst das Wunschkennzeichen hat geplappt. blaue Elise LDS SM 535 Roadrunner LDS SM 353 Somit konnten wir nach diesen wahnsinngen letzten Tagen nach Wedemark aufbrechen. Selbst Jürgen war wieder zurück aus dem golden Westen und war auf dem Weg zur Rallye. Nach seiner langen Auszeit war er super motiviert und durch den Besuch der WRC Deutschland Rallye war er auch speedmäßig angestachelt.

Wir stellten also unseren Track zusammen und machten uns mit Bernd & Jana auf den langen Weg nach Westen!

 

Die Organisation der Rallye war wirklich super und alle erforderlichen Abnahmen und anzufahrenen Stellen waren auf einem Platz organisiert. Die technische Abnahme mit dem „Neuen“ war auch aufregend und ich war gespannt was die TK´s zur Ausführung zu sagen hätten. Beim Begrüßen der technsichen Kommissare erkannte ich sofort den gleichen TK von der Roland Rallye im April in Nordhausen. Dieser bemängelte damals die Verplombung unseres Turbos.  Na Klasse! Aber wir hatten auf das richtige Pferd gesetzt. Der Umbau und die Papiere waren mangelfrei und das Pickerl wurde ohne Beanstandung aufgeklebt.

 

Zum Abend traf auch Jürgen und Gordon ohne Zwischenfälle im Fahrerlager ein. Jürgen half dann sofort bei der restlichen Beklebung des Roadrunners. Danach machte auch er sich zur Abnahme. Erwartungsgemäß natürlich Vorbildlich und ohne Beanstandung.

 

Am Samstagmorgen ging es dann bei schönstem Sommerwetter zur Roadbookausgabe und ab zum Aufschrieb auf die Strecke. Super WP´s, geile Streckenführung und relative kurze Verbindungsetapen. Wir freuten uns auf eine tolle Rallye. Nach der Rückkehr mußten wir noch einen Service wegen losen Radmuttern vornehmen!? Ein böses Vorzeichen!!

 

Dann ging es noch zum Relaxen in´s Fahrerlager wo bereits Bernd & Jana mit dem Frühstück auf uns warteten. Kurz nach 12.30 ging es für uns dann zum Start zur 12. Wedemark Rallye.

 

Jetzt könnte man den Bericht abschließen und wütend gegen die Wand treten, aber das ist eben Motorsport. Wir traten also pünktlich zur 1.WP an und heizten vom ersten Kilometer an über die Piste. Der Roadrunner machte einen perfekten Job. Der Anzug, die Performence, die Gangübersetzung des Getriebes….ein Traum. Bis wir aus einer langen Geraden, von 175 km/h, herunter bremsten und in eine links Zwei von Asphalt auf Schotter wechselten. In der Kurve lag ein fieser Riesenstein und zerfetzte das hintere linke Rad. Egal, solange das Auto fährt wird gefahren. Nach einer weiteren Runde mit platten Reifen, massiven Gummigestank und lauten Reifenzerfetzen entschieden wir auf Radwechsel. Also runter von der Strecke und im Renntrimm mal einen Reifen wechseln. Auch mal eine neue Erfahrung. Der Wechsel klappte hervorragend und unser theoretisches Konzept zum Handling, Befestigung und Ausführung des Radwechsel hat super funktioniert. Also neues Rad ran gesteckt, mit dem Akkuschrauber angeballert und weiter. Zum Ende der WP hatten wir Zeit verloren, waren aber noch im Rennen.

Auf der Verbindungsetape von WP1 zur WP2 konnte ich meinen Augen nicht trauen, da überholt uns doch unser linkes Hinterrad wie im Film, sucht sich eine Lücke zwischen zwei entgegenkommenden Fahrzeugen und blieb am Gartenzaun eines Gehöfts liegen. Unglaublich!

Ende vom Lied, durch das Weiterfahren mit dem paltten zerstörten Reifen hatten sich die Radbolzen verbogen und beim Wechseln des Reserverades lag dieses nicht mehr plan an der Radnabe an. Resultat fünf Radmuttern verloren, Rad von der anderen Straßenseite wieder eingesammelt und das Team mit Trailer geordert.

 

Im Fahrerlager angekommen schimmerte noch ein Funken Hoffnung eventuell an der 13. Wedemark teilnehmen zu können. Wie im Rallyesport üblich stürzten sich befreundete Teams auf das Problem und versuchten mit allen zur Verfügung stehen Mitteln den Schaden zu reparieren. Leider war am Ende, durch mitdrehende Radbolzen und dem fehlen eines dreitten Reserverades, die Chance zu nichte gemacht. Wir öffneten ein kühles Bier und hatten Wochenende. Die zwei pelztragenden Teammitglieder waren die Einzigen die sich freuten!!

Jürgen & Gordon absolvierten beide Rallye´s ohne größere Schäden und am Ende sogar erfolgreich mit Pokal.

Die Ausfallrate bei diesen beiden Ralley´s war erschreckend hoch. Vielen Teams hatten mit technischen Deffekten und Ausfällen zu kämpfen. Wir haben wieder viel dazu gelernt!!

Auf der Rückfahrt am Sonntag haben wir selbstverständlich A2-typisch in einem schönen Megastau gestanden und den Sonntagmittag auf heißen Beton verbracht.

Tja, so viel zum Thema Wedemark Rallye 2015, Ausfall und Motorsport.

Zurzeit bereiten wir uns auf die Rallye Bad Schmiedeberg am 12.09.2015 vor. Eine Asphaltrallye mit doppelten WP-Kilometern, also eine Rallye 70. Wir sind gespannt, motiviert und top vorbereitet.

 

Venceremos Corina + Uwe

Bei diesem Stand sind wir noch Heute. Mittlerweile hat die blaue Elise den Standort gewechselt und vertreibt sich die Zeit mit ihren japanischen Brüdern und Schwestern bei Mitsubishi & Hyundai  bei Steffen auf dem Hof. In dieser Woche soll das neue Steuergerät kommen und wir werden sehen wie es weiter geht. Geplant ist, dass die Elise zur Oktober Havelland Rallye in Beelitz wieder einsatzbereit ist.

 

SPIRIT – Motorsport  50% in der TOP10 & 50% technischer Ausfall

SPIRIT – Motorsport  50% in der TOP10 & 50% technischer

Ausfall