06.07.2015

5. Rallye 2015 auf und um den Bergring in Teterow  =  hohe Berge tiefe Täler ….?!

Teamergebnis : keine Schäden, keine Ausfälle….aber jede Menge Fun und Action

Beide Spirit-Teams jeweils den 2. Platz in ihrer Klasse !!

 

Am Samstag, den 27. Juni 2015 fand auf dem traditiosnreichen Bergring in Teterow der 4.ADAC Rally-Sprint statt. Hoch im Norden, kurz vor Rostock, wer kommt da schon auf Berge und Täler, aber der Schein trügt. Die Gegend heißt nicht umsonst Mecklenburger Schweiz ! Aber der Reihe nach und von vorne.

 

Wie bereits durch Aldersbach bekannt, organisierte auch der Rallyeveranstalter in Teterow alles auf einem Platz. Fahrerlager, Rallyezentrum, technische Abnahme und Fahrerbesprechung alles auf ein und der selben Wiese. Kein Hinundhergekutsche, Anstehen, Anstellen, Warten……super!

 

Zum Rallye-Sprint in Teterow wurden wir durch unseren Fanblock unterstützt. Danke an Jarno, Bernd & Jana !!!

Das die Veranstaltung in Teterow kein klassisches Rennen im Sinne einer Rallye darstellt war uns bereits bekannt. Dem Umstand geschuldet, dass es nicht einmal Bordbücher mit einer Streckenbeschreibung geben wird und die Verbindungsetappen für alle 6 WP´s nur 5 Km gesamt sein sollten war ungewohnt. So entschieden wir uns, die Streckenführung am Freitagabend auf eigene Faust zu erkunden. Laut Regelement schwer illigal aber wie wir noch lernen sollten, auf dem Bergring gelten eigene Regeln.

Als wir die Rundstrecke betraten konnten wir es kaum fassen, die Anstiege spotteten jeder alpinen Bergbesteigung in den Alpen und die darauf folgenden Hänge und Schluchten waren beeindruckend. Auf dieser Streckenführung mit unseren Rallyeboliden zu fahren erschien zu diesem Zeitpunkt mehr als riskant.

 

Am Samstagvormittag erfolgte dann die offizielle Streckenabfahrt. Echt witzig, nach Reglement und Ausschreibung erfolgt einmal die Abfahrt für den Aufschrieb und danach die Abfahrt zur Kontrolle. Wie bereits oben angedeutet ist in Teterow alles ein wenig anders. Es gab Teams, die gegen Mittag zur Tankstelle fahren mußten. So viel zur Ausschreibung. Aber wir müssen zugeben, auch wir haben die eine oder andere Runde rangehängt……man machte das Spass. Die langgezogenen Kehren mit den festgefahrenen langen Kehren und die Spriunghügel, einfach nur spektakulär und suchterzeugend.

Als Höhepunkt organisierte Alfred Gorny, Veranstalter des SchotteCup´s, ein Gruppenbild mit allen Teams.

 

Um 11.30 Uhr erfolgte dann die Fahrerbesprechung und um 12.01 Uhr ging das erste Fahrzeug auf die Strecke. Es traten 50 Teams an und wir erhileten als turboaufgeladener Allradler die Startnummer 45. Hinter uns, mit der der 46 Andreas Rink mit dem gelben Subaru. Stark motiviert und angriffslustig. Da alle 6 WP´s als Rundkurse ausgelegt waren, wurden immer mind. 3 Autos in den Ring geworfen. Auflaufen und Überholmanöver waren damit an der Tagesorndung. Für uns hieß das Kampfziel : Andreas vom Hals halten!

 

Wenn ein Team noch nie eine Rallye gefahren hat und zum 4. ADAC Rallye-Sprint als Debütrallye gekommen wäre, müßte man das System Rallye und das Komplexe an dem System hinterher nochmals erklären.

Es gab zwar Abfahrkarten aber was eingeschrieben wurde und was nicht war nicht wirklich von Belang. Auch die Ankunftszeiten an den Zeitkontrollen wurden ausgehebelt und die Zeitnehmer kamen zu den Fahrzeugen.

Eine neu Erfahrung aber sau cool. So konnte man sich absolut auf die Strecke und auf das Fahren konzentrieren. Der Spassfaktor nahm von Rund zu Runde zu und wir konnten mit dem neuen Fahrwerk von Intrax endlich auch mal technisch die Kurven nehmen. Anstellen, Driften, FlyOffbremse usw. Ein Spass für die ganze Familie!

 

Absolutes Highlight waren natürlich die Sprünge. Gefühlt waren wir eine halbe Stunde in der Luft und absolvierten dabei mindestens 500 Meter…..und mit dem neuen Fahrwerk eine sehr gut kalkulierbare Aktion. Leider haben wir bis heute noch kein Video von den Sprüngen im Netz gefunden. Dafür haben wir eine Menge Bilder davon!

 

Von den 50 gestarteten Teams haben es 11 nicht in´s Ziel geschafft. Eigentlich hätten wir mit weit weniger Ausfällen gerechnet. Aber gerade die kleinen Rundkurse um den Speedwaykurs hatte es extrem in sich. Ausgefahrene Streckenabschnitte, sehr enge Kurven, schmierende Bergabkurven auf Asphalt bis hin zu Spitzkehren mit FlyOff, rutschige Passagen bei der Zielausfahrt und mehr als 5 unglaublich eingeengte Tordurchfahrten die mit Strohballen noch kleiner gemacht wurden. Da hatte der Eine oder Andere schon mal Kontakt.

 

Soviel aus Teterow. Ich hoffe ihr konntet mit unserem Bericht die Stimmung und die Strecke ein wenig nachvollziehen. Von Rallye zu Rallye haben wir festgestellt, dass Rallye fahren ein tolles Hobby und eine einprägende sowie formende Lebenseinstellung ist. Wir haben bisher noch keinen kennengelernt, der Nebenbei oder im Vorbeigehen Rallye fährt. Dieser Sport wird gelebt….und das ist gut so!

 

Nächste Woche geht es wieder in das nichtdeutschsprachige Ausland, nach Fürstenzell bei Passau. Es wird im Rahmen des SchotterCup´s die 22. ADAC Ostbayern Rallye ausgetragen. Naja, schauen wir mal. Wir haben mit den Weißbier-bu*ben ja noch eine Rechnung offen.

 

Venceremos Corina + Uwe

 

Wir trafen uns mit unseren Spirit-Teammit- gliedern, Jürgen & Gordon, in Erkner und ab ging es im Convoy in Richtung Norden. Trotz Ferienbeginn und Freitagnachmittag Richtung Küste erfolgte die Anfahrt ohne Zwischenfälle und Easy. Wie gewohnt, nahm die Anzahl der Gespanne mit bunten Autos proportional zur abnehmenden Kilometerzahl zu.

SPIRIT – Motorsport weiter auf Erfolgskurs !

SPIRIT – Motorsport weiter auf Erfolgskurs !    

Am Anfang der letzten WP setzte noch Regen ein. Das machte die Strecke nochmals tückischer und die bis dahin gesammelten Erfahrungen konnten getrost wieder vergessen werden. Daraus ergaben sich auch die meisten Ausfälle auf den letzten Kilometern. Schade, aber das ist Rallye.

Nach der Zieleinfahrt freuten wir uns riesig, dass unser primäres Ziel uns Andreas vom Hals zu halten voll und ganz aufgegangen ist und wir gesund und voller neuer Erfahrungen wohlbehalten angekommen sind. Unsere blaue Elise hat einen super Job gemacht und das mit neuem Getriebe, Kardanwelle, hinteres Diff und vor allem neuem Fahrwerk. Danke auch nochmal an Jarno, Guido und Steffen als technischer Support.

 

Zu guter letzt die Siegerehrung. Spirit-Team Jürgen / Gordon belegten einen spektakulären 6. Platz gesamt und den 2. Platz in ihrer Klasse. Auch wir waren freudig überrascht als wir die Tabelle der Gesamtauswertung nach unseren Rang durchforsteten. Ansonsten auf den hinteren Seiten der Aufstellung konnten wir uns mit einem 23. Platz in der Gesamtwertung in das vordere Mittelfeld fahren. In unserer Klasse haben wir den 2. Platz errungen. Leider waren die Teilnehmerzahlen in unserer Klasse so gering, dass es nicht einmal für den 2. zum Pokal gereicht hat. Das ist leider die 30% Regelgung bei den Rallyes. Damit schaffen es aber andere Klassen z.B. bis zum 7. Platz Pokale mit nach Hause zu nehmen. Naja, ist eben Rallye.

Überraschend war der Gesamtsieger. Durch das fehlen der Allrad-Aspiranten Keskinen, Dinkel und Ramonat konnte beim diesjährigen Rallye-Sprint in Teterow eine Heckschleuder gewinnen. Das Team Vollak – Kuhn verwies die EVO´s auf die Plätze Zwei und Drei. Unglaublich und eigentlich unrealistsich. Aber, das ist Rallye!