24.09.2015

8. Rallye der Saison bei der Rallye Bad Schmiedeberg als "Rallye 70" bei super Sommerwetter

 

Hallo Motorsportbegeisterte, Unterstützer und Freunde von Spirit-Motorsport,

 

vom 11. - 13.09.2015 waren wir bei der 10. ADMV Rallye in Bad Schmiedeberg. Mmh...Bad Schmiedeberg... Dübener Heide....Bad Schmiedeberg, was macht man in Bad Schmiedeberg?

Ganz einfach : Eine der geilsten Rallyes im Jahreskalender fahren. Super Organisation, spitzenmäßiges Fahrerlager und geile Strecken mit mega abwechslungsreichen Untergründen und Verhältnissen. Einfach nur der Hammer!

Von schnellen Asphaltpassagen im Rundkurs und durch Ortschaften mit 175 km/h bis hin zu Spitzkehren mit Handbremse und losem Untergrund. Aber wie immer, der Reihe nach......

 

Also, am Freitagmittag ging es in gewohnter Kolonne in das 2,5 Stunden entfernte Bad Schmiedeberg. Jürgen & Gorden folgten etwas später auf anderen Wegen. Vor Ort präsentierte sich das Fahrerlager als spitzenmäßige Location. Als einer der großen Hauptsponsoren der Rallye stellte die Firma Wienerberger ihr Werksgelände zur Verfügung. Der Veranstalter baute ein riesiges Festzelt auf und organisierte auf diesem Gelände die Dokumentenabnahme, die technische Abnahme, das Fahrerlager und die Roadbookausgabe. Super, wie gewohnt alles ohne große Wege.

 

 

Also, am Freitagmittag ging es in gewohnter Kolonne in das 2,5 Stunden entfernte Bad Schmiedeberg. Jürgen & Gorden folgten etwas später auf anderen Wegen. Vor Ort präsentierte sich das Fahrerlager als spitzenmäßige Location. Als einer der großen Hauptsponsoren der Rallye stellte die Firma Wienerberger ihr Werksgelände zur Verfügung. Der Veranstalter baute ein riesiges Festzelt auf und organisierte auf diesem Gelände die Dokumentenabnahme, die technische Abnahme, das Fahrerlager und die Roadbookausgabe. Super, wie gewohnt alles ohne große Wege.

 

 

Die technsiche Abnahme, am Freitagabend, war auch mal ein Novum. Als Showact mussten wir mit unseren Rallyeboliden durch das Zelt und die technischen Kommissare führten ihre Abnahmen und Kontrollen mit großer Anteilnahme der Zuschauer durch. Alfred Gorny kommentierte für die interessierten Fans jedes einzelne Team und machte Anmerkungen zu den Fahrzeugen. Die Tk´s waren die bekannten üblichen Verdächtigen und die Abnahmen der beiden Fahrzeuge erfolgten alle ohne Beanstandungen.

 

 

Der Samstagfrüh begann dann mit der Ausgabe der Roadbooks und auf ging es zum Aufschrieb. Um im Trend zu bleiben verwendet man jetzt den Begriff "Recce" dafür. Der Vormittag war trocken und sehr neblig. Der Wetterbericht versprach aber einen tollen Sommertag bei 30°C. (ein wichtiges Detail bei der Auswahl der Reifen - wir hatten Dmack Slicks aufgezogen) Nach den ersten drei WP´s waren wir wirklich sehr aufgeregt. Die Streckenführungen waren doppelt so lang wie eine bisherige 35er Rallye und die Streckenverhältnisse präsentierten alles was man sich so vorstellen kann. Von super glatten & griffigen Asphalt, über lose & schmierige Waldwege bis hin zu Ackerwege bis zum Horizont mit extrem ausgefahrenen Spurrillen. Aus der Pleite der Wedemark Rallye gelernt, verfeinerten und präzisierten wir unsen Recce nochmals und beäugten jede zu cuttende Kurve argwöhnisch nach verborgenen & heimtückischen Reifenkillern.

 

....und dann nahm das Schicksal mal wieder seinem Lauf! Auf der Verbindungsetappe zur 4.WP, eine der spektakulärsten Wertungsprüfungen mit Wald, Feld- und Ortsdurchfahrten verweigerte der Roadrunner laut brüllend seinen Dienst. Wir standen auf der Landstraße mit einem ohrenbetäubenden Krach und ohne Leistung. Nach dem runterkrauchen war klar, irgend etwas in Richtung Turbo war abgerissen. Oh man Klasse, die Rallye war zu Ende bevor diese begonnen hatte. Ein Dejavue !! Wedemark lässt grüßen.

Wir entschieden den letzten Aufschrieb mit dem defekten Roadrunner durchzuführen und auf eine Kontrollrunde zu verzichten. Es ging dann im Schneckentempo zum Fahrerlager, wo uns Steffen bereits erwartete. Er war glücklicherweise als Servisepartner für ein anderes Team mit bei der Rallye und hatte natürlich alles mit. Nach dem er sich den Schaden unter dem Auto angesehen hatte, wurde bestätigt, dass die Rallye hier zu Ende sei. Mist !!! Da wir im Osten aufgewachsen sind und Improvisation mit der Muttermilch verabreicht bekommen haben, kam Aufgeben nicht in Frage. Wir analysierten unsere Möglichkeiten und spielten eine vor Ortreparatur durch. Der einzige Haken an der Sache war, wir hatten kein Schweißgerät. Zur Rallye Schmiedeberg sind traditionell immer einige Teams aus Norwegen dabei. Diese Teams nehmen, außer Alkohol, grundsätzlich alles mit was man transportieren kann. Die Jungs hatten am Abend davor bereits an ihren Boliden rumgepoppelt. Also hin und in perfekten Norwegisch das Schweißgerät geborgt.

Gesagt getan und Steffen begann mit seinem Stromaggreagt die Reparatur. Wir hatten max. 1 Stunde für diese Maßnahme Zeit und diese zerschmolz wie Butter in der Saharasonne. Nach weiteren 10 Minuten war klar, das Schweißgerät ist Mist und funktioniert nicht. Das wiederum konnte nicht sein, da ich am Abend davor was anderes gesehen hatte. Also erneute Fehleranalyse ! Das Problem war schnell ausgemacht, das Aggregat hat mit 2.200 Watt zu wenig Power. Zum Glück hatten wir unser Hightech-Aggregat mit und zottelten dieses quer über den Platz zum Einsatz. Mit knappen 4.000 Watt hatten wir just ein spitzen Schweißgerät. Steffen gab dann alles und noch etwas mehr. Er konnte den abgerissen Fächerkrümmer wieder zu 50% anschweißen. Somit verursachten wir immer noch eine mächtige Soundkulisse und hatten ca. 100 PS weniger zur  verfügungen, aber wir konnten antreten. 15 Minuten vor der Startaufstellung konnten wir den Roadrunner abbocken, eine Testfahrt durchführen und Tanken fahren.

 

Der Showstart erfolgte mit Torbogen, Boxenluder und Sprecher auf dem Marktplatz in Bad Schmiedeberg. Wie vermutet und geplant waren die einzelnen WP´s fahrerisch sehr anspruchsvoll und für Mensch und Maschine ein Herausforderung.

Das Hauptthema der Rallye waren unglaublich lange Geraden mit Highspeedanteilen die dann in den meisten Fällen an einer Kehre oder einem 90° Abzweig mit wechselnden Fahrbahnbelägen endete. Hallejulja, da waren Bremspunkt und Fahrzeugbeherrschung das TOP-Thema. Dementsprechend häuften sich die Ausfälle und das Fahrerfeld lichtete sich zusehens. Beim Regrouping zur Halbzeit waren schon mehr als 12 Teams ausgefallen. In der Reifenwechselzone haben wir dann noch den vorderen linken Reifen gewechselt. Hier hatten wir uns in der Lauffläche einen spitzen Stein oder einen sonstigen Spielverderber eingefahren.

Einem super tollen Umstand konnten wir unserer Startnummer und der damit verbundenen Startaufstellung verdanken.

Björn, mein ehemlaiger Porsche-Instructor und Rallyefreund hatte die Startnummer hinter uns. So konnten wir vor jedem Start der kommenden WP´s ein paar Erfahrungen und Tipps von ihm erhalten. Klasse Sache und sehr hilfreich, Danke !

Mit der Zieleinfahrt, wieder mit Torbogen, Boxenluder und Champanger, gegen 19.00 Uhr waren wir super glücklich über die gefahrene Rallye. Spektakulär und super lehrreich! Der Roadrunner hat durchgehalten und die Raparatur von Steffen hatte funktioniert.  Belohnt wurde unser zäher Einsatz mit einem 1.Platz / Klassensieg CTC und Pokal.

Traditionel gibt es bei dieser Rallye immer eine legendäre Siegerehrung mit Exzessiver Party. Der Gesamtsieger bekommt ein sexy Carwash von zwei "Mitarbeiterinnen der örtlichen Autowaschanlage"

Als Resümee der Rallye müssen wir neidlos anerkennen, dass Rallyesport viel mit selbstlosen Einsatz, eisernen Willen und einem gewissen Maß an Technikkenntnissen & Technikverständnis zu tun hat. Also, genau unser Ding!!

Wir freuen uns jetzt auf die Heimveranstaltung Havellandrallye am 17.10.2015 bei Beelitz. Der Roadrunner ist wieder voll Einsatzfähig und Ready to Race. Na mal sehen, bei dieser Rallye werden zwei WP´s im dunkeln gefahren. Auch mal wieder etwas Neues.

Das wird eine gute Vorbereitung auf die Monsterrallye in der Lausitz Ende Oktober. Drei Tage Rallyespektakel pur. Am Wochenende habe ich die Nennungsunterlagen ausgefüllt. Mann, Mann, Mann wenn Deutsche eine internationale Rallye organisieren. Allein die Ausschreibung hat 30 Seiten. Aber was soll´s, wir haben genannt und werden antreten.

Zurzeit macht uns nur der Ausfall der blauen Elise zuschaffen. Bis heute, also nun mehr als drei Monaten, läuft der Motor noch immer nicht. Langsam aber sicher mache ich mir Sorgen.

 

Venceremos Corina + Uwe

SPIRIT – Motorsport erfolgreiches Wochenende & spitzen Platzierungen

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